Kassen gegen Schwarzarbeit und illegale Jobs
Wie ich schon einmal erwähnte, werden viele haushaltsnahe Dienstleistungen ohne offizielles Beschäftigungsverhältnis erbracht. Klar ist das erst einmal für beide Seiten gut: der Auftraggeber muss keine Lohnnebenkosten abführen, was zusätzlichen Aufwand kosten würde. Der Auftragnehmer hat das Geld meist sofort und bar zur Verfügung. Allerdings wird nicht nur in Haushalten schwarz gearbeitet. Auch auf dem Bau und in anderen Handwerksberufen werden immer wieder illegale Arbeiten an Steuern und Sozialversicherungen vorbei getätigt. Und auch in der Gastronomie sind viele Aushilfen gar nicht offiziell gemeldet, sondern verdienen sich unter der Hand etwas dazu. Aber das macht sich auch in der regelmäßigen statistischen Erfassung der Umsätze bemerkbar. Denn nicht gezahlte SV-Beiträge sind zusätzliche Einnahmen, die das Ergebnis verbessern. Dabei geht es auch ohne Schwarzarbeit, die ja meist doch früher oder später aufgedeckt wird. Natürlich hat die Gastronomie unter der Krise zu leiden, die auch so manches Restaurant möglicherweise nicht überlebt. Aber Schwarzarbeit ist da keine Lösung. Denn wenn ab 2013 die vom Gesetzgeber geforderten Fiskalspeicher in Kassen, Registrierkassen, Kassensystemen und Netzwerkkassen integriert sein müssen, wird es schwieriger Ausgaben und Einnahmen so zu manipulieren, dass Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung nicht erkannt werden können. Dabei sind schon heute sowohl ein Kassensystem als auch eine Registrierkasse so manipulationssicher, dass bei einer Prüfung auch so schon Fehler und Unregelmäßigkeiten zu erkennen sind. Ein Kassensystem ist weit verbreitet in der Gastronomie im Einsatz. Oft ist auch eine mobile Kasse angeschlossen. Mit mobilen Kassen werden den Servicemitarbeitern viele Wege abgenommen. Denn musste man bisher die handschriftliche Bestellung zur Küche bringen und auch noch in der Registrierkasse erfassen, geschieht das mit einer mobilen Kasse automatisch und per Funk. Die mit dem Endgerät aufgenommene Bestellung wird gleichzeitig in der Kassensoftware hinterlegt und in der Küche mit einem Bondrucker ausgegeben, womit dann sofort mit der Zubereitung begonnen werden kann. Eine Registrierkasse war seinerzeit auch für die Gastronomie zwar schon ein enormer Fortschritt aber eben auch ein zusätzlicher Arbeitsaufwand. Mit der leistungsstarken Kassensoftware in Kassensystemen und Netzwerkkassen sind im Gegensatz zu Registrierkassen erhebliche Arbeitserleichterungen zu nutzen. Nicht nur, dass besagte mobile Kassen viele Wege einsparen helfen. Es kann auch die Arbeitszeiterfassung über die Kasse erfolgen, ebenso kann die Getränkebestellung und -lieferung über die Kassensoftware nachgehalten werden. Es sind auch Kassen und Kassensysteme, die dazu beitragen können, Schwarzarbeit zu verhindern oder aufzudecken. Denn wenn besagte Fiskal-Speichermedien tatsächlich zu installieren sind und ausschließlich von Mitarbeitern der Finanzämter ausgelesen werden können, wird sich jeder mehrfach überlegen, inwiefern er Umsätze manipulativ eingibt oder eben auch nicht. Und auch Belege, die für die illegalen Tätigkeiten ausgestellt wurden, werden sicher nicht mehr so einfach mit den Informationen auf der Kassensoftware des Kassensystems, der Registrierkasse oder der Netzwerkkasse abgestimmt werden können.
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